Freitag, 16. März 2012

Kurzer Zwischenbericht aus Bolivien...

... so irgendwie war ich jetzt doch fast eine ganze Woche ohne Internet. Unsere Abenteuer-Jeep-Tour nach Bolivien haben wir "überstanden". Dieser Ausdruck ist wörtlich zu nehmen. Höhenkrankheit klingt nicht ernst, ist aber etwas ganz fieses... mehr dazu werde ich euch hoffentlich ganz bald berichten. Für heute muss  wie immer eine schnelle Bilderzusammenfassung reichen. Die traditionellen Leute/Frauen hier sind echt gar hübsch anzusehen. 
Zwei dicke Zöpfe, ein ausgestellter Rock, Strickjäckchen oder Küchenschürze,
Hut auf und fertig ist die Traditionsbolivianerin! 
Schlimmste Befürchtungen (die ich zwischenzeitlich eh schon verdrängt hatte) wurden nicht wahr. Nachdem ich immer wieder gelesen hatte, wie unbequem und lang die Busfahrten wegen miserabler Straßenverhältnisse sein sollen, war mir schon etwas bang. Unsere Busfahrt begann auch auf einer dieser lehmigen Schotterstraßen, auf denen es einen nur so durchgerüttelt und -geschüttelt hat. 

Wo hört der Berg auf und fängt die Holperstraße an?
Zum Glück sind wir bald auf eine geteerte Straße abgebogen. Die Erleichterung war groß, konnte es aber kaum fassen. Die Verbindungsstraßen sehen ziemlich neu aus, manche waren grad auch in der Fertigstellung. Es schein sich hier einiges zu tun in Sachen Infrastruktur! Ach ja, und wenn der Busfahrer mal hupt kann man sich sicher sein ein Lama(s) stehen grad auf der Straße rum... das machen die gerne ;)

Bis gestern waren wir in der höchsten Stadt der Welt. Ja, die ist in Bolivien und heißt Potosi. Liegt laut Reiseführer auf schlappen 4.070 Metern. Irgendwie hat man sich vorgestellt, muss da oben doch was anders sein, als sonst so da unten. War`s aber nicht. Naja, außer das man bei jedem Schritt der nur etwas bergauf ging sofort ausser Atem kam. Kalt war`s auch, aber nur nachts. Tagsüber hatte es angenehme Temperaturen, wir mussten sogar Sonnencreme auflegen weil s in der direkten Sonne so heiß war. Und obwohl es auch über Potosi böse Gerüchte gab, es sei nicht schön dort, waren wir positiv überrascht. Eine Mischung aus Florenz, Straßburg und was-weiß-ich hat sich einem offenbart. Dort wurde mal so viel Silber abgebaut, dass es quasi die reichste Stadt der Welt war (und auch noch die höchste, hm?!?).

Und so sieht`s auf 4.070 m Höhe aus. Auch nicht anders, oder?
Ja und obwohl hier grad das Ende der Regenzeit sein soll, herrscht bestes Wetter. Maximal nachts regnet es mal, aber wen stört das schon? Dafür ist die Landschaft schön saftig und grün. Auch in diesen Höhen. Damit hab ich persönlich gar nicht gerechnet. Aber wie stellt man sich "das da oben" auch vor? Die Busfahrt von Potosi nach Sucre (da bin ich grad) hat wirklich schönste und faszinierende Landschaften offenbart. Hier noch ein letztes Foto vom Sonnenuntergang.

Pittoreske Landschaften

So und hier ist es schon wieder tiefe Nacht... für mehr reicht  die Zeit heut nimmer. Wie immer bitte ich um Geduld und freue mich weiterhin über treue Leser :)

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