Freitag, 2. März 2012

Besser spät als nie: Uruguay - Montevideo

Hui hui hui... irgendwie wird das mit dem Bloggen nicht wirklich was. In Mendoza hat erst die Seite gestreikt, dann wurde ich kurz mal krank und zum Schluß ist das Internet abgebrochen. In Santiago habe ich den Schlüssel zu meinem Schließfach verloren (Tage ohne Computer, Ausweis und Geld) und seit ich in Valparaiso (Chile) bin komme ich auch nicht wirklich zu irgendwas. Da wären wir auch schon beim Thema. Ich bin jetzt mal wieder am Meer und verbringe die Tage in diesem netten Städtchen, das aus lauter "Villa Kunterbunts" besteht:

Chile, Valparaiso

Aber jetzt erst mal ein kurzer Rückblick zu Montevideo... mit der Fähre bin ich von Buenos Aires nach Colonia geschippert und von dort ging`s mit dem Bus weiter nach Montevideo. Angekommen bin ich an nem ganz anderen Ende als ursprünglich gedacht so musste ich kurzfristig eine neue Herberge finden. Naja, langsam bin ich das Improvisieren gewohnt...

Montevideo selbst ist ein kleines überschaubares Städtchen. Nach den Wochen in B. A. habe ich mich auf ein paar ruhigere Tage gefreut, aber zum Schluß war es mir dort schon fast zu unaufregend. Der große Pluspunkt ist definitiv der Strand :) Bei meinem ersten Strandbesuch habe ich mir allerdings gleich mal einen rießen Sonnenbrand geholt. 


Hübsch sind die bunten Häuschen in Montevideo, alle in ner anderen Farbe und alle mit einer tollen Holztür. Sonntags hat`s dort einen Markt mit malerischen Fotomotiven:






Und HEISS war es dort. Puh, ich sags euch! Während bei euch daheim die Kältewelle aus dem Osten kam,  war es bei uns so heiß wie wohl schon lange nicht mehr. Um 5.00 Uhr morgens saßen bei uns im Hostel plötzlich alle in der Küche, weil keiner vor Hitze mehr schlafen konnte (alle außer mir, es lebe mein gesunder Schlaf ;) ). An einem Nachmittag kam dann auch mal wieder ein großer Regenschauer und sorgte für die ersehnte Abkühlung...

Käfer hat`s in MV echt viele!

Meine Schlafkammer war recht komfortabel. Tageweise hatte ich das Zimmer mit Bad für mich alleine. Ist zwischendurch auch mal nett. Der freundliche junge Mann an der Rezeption hat aus lauter Flirterei dann noch 4,00 Dollar die Nacht zu wenig berechnet, was bei einer Woche nicht wenig ist, haha ;)


Was mir auch gut gefällt: Es hat überall schönste Streetart. Zwar nicht so viel wie in B. A., aber auch MV kann mit hübschen Bildchen an den Wänden dienen:


Ich habe übrigens in der ganzen Woche alles mit Kreditkarte bezahlt, ist in MV kein Ding. Interessant fand ich, dass die immer den Ausweis dazu sehen wollen. Auf der Quittung wird dann nicht nur unterschrieben, auch Herkunftsland und Ausweisnummer muss notiert werden.


Montevideo fand ich grundsätzlich echt nett, aber auch nicht mehr. Noch mal muss ich da nicht hin. Die Stadt ist überschaubar, man kann alles ablaufen, sauber und auch total sicher. Passieren kann einem da nicht mehr als daheim. Laut Leserpost (danke an Nadine) ist MV einer der sichersten Städte Südamerikas... da war ich fast schon dankbar, dass grad Karneval war (MV ist angeblich die kleine Schwester Rios ins Sachen Karneval) und so war dort abends wenigstens etwas geboten. An einem Abend sind wir mit einen Sambazug durch die Stadt gelaufen. Das war echt toll. Die Trommeln, die Tänzer, die Stimmung. Da kann keiner mehr still stehen...

Früh übt sich, wer Sambatrommler werden will ;)
(Die Trommeln werden übrigens zwischendruch geräuchert
 um den Klang wieder optimal herzustellen)

Capoeira während einer (Räucher)Pause,
für mich ein Rätsel wie man diesen Tanz ohne Verletzung überlebt...

Unsee Sambatruppe: Luis (Brasilianer) und meine zwei argentinischen
Mädels aus Buenos Aires (sie nannten mich zum Schluß Schwester, hach)
Mit Luis (Bild oben) hatten wir viel Spaß. Wenn Brasilianer Spanisch sprechen, dass gefällt mir echt gut. Der Akzent ist total nett! Natürlich reissen die Argentinier ihre Witze darüber... es gibt halt Dinge, die sind überall in der Welt gleich. Habe jetzt eine Einladung mehr nach Brasilien... hmpf. Manchmal denke ich wirklich darüber nach, meine Reiseroute zu ändern. Übrigens sprechen die Brasilianer meinen Nachname als "Eckbertsch" aus (erzählt das bloß nicht  Anke).

Zum Abschluß noch eine kulturelle Feststellung: Der Urugayer scheint mit Matetee in der einen und einem Klappstuhl in der anderen Hand auf die Welt zu kommen. Dieses Bild bietet sich einem überall, wirklich ÜBERALL!!!

Klappstuhl und Matetee - ohne gibt es in Urugay kein Überleben!
Ok Leute, wenn auch nicht wirklich ein aktuelles Update, trotzdem ein kleines Lebenszeichen von mir. Jetzt warten eine Verabredung zum Sushi mit anschließendem Strandbesuch auf mich.... mehr demnächst hier auf diesem Blog, haha!

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