... so, jetzt wär ich dann auch schon in Lima! Und hier in Miraflores ist es wirklich, wie alle gesagt haben, wie in den USA! Konnte es mir bis gestern nicht vorstellen. Aber als ich heute an der Strandpromenade entlang geschlendert bin, hab ich mir gedacht, ich könnt grad auch in Kalifornien sein. Surferboys, Skateboarder, fesch westlich gekleidete Menschen die Sport treiben oder sich einfach nur vergnügen. KFC, Starbucks und wie sie alle heißen reihen sich aneinander und laden die Baseballcapträger auf Kalorien ein. Und die schauen vom Fuß bis zum Hals wirklich wie im Westen aus. Nur der Schwarzhaarkopf erinnert einen daran, wo man grade ist!
Auch wenn ich jetzt schon länger unterwegs bin, ist es für mich doch noch immer aufregend, wie weit ich es schon geschafft habe. Im Moment bin ich sogar mit meinen Reiseplänen etwas am Hadern, weil ALLES und JEDER immer wieder so sehr von Kolumbien schwärmt. Wie toll es dort ist, wie nett die Leute sind. Und wenn, dann muss man da jetzt hin, bevor das Land vom Tourismus verdorben wird. Hm, klingt schon gut, oder? Flug von Quito nach Panama ausfallen lassen, einfach über Kolumbien per Boot nach Panama reisen, Kunas besuchen und von dort aus heim? Die Zeit wird`s zeigen.
Obwohl ihr wahrscheinlich auf die MaPi-Berichterstattung wartet, will ich vorher noch von den fehlenden "Abenteuer" bis dahin berichten. Wie gut es mir in Bolivien gefallen hat, habe ich euch ja schon oft genug geschrieben. Es fehlt mir wirklich. Da sich das Land gerade in einem spürbaren Umbruch befindet, wird es sich wohl verändern. Dort passiert grade ganz viel: Straßen werden gebaut, überhaupt wird viel gebaut, die Jugend orientiert sich am Westen. Traditionen gehen verloren, alles rückt der Globalisierung näher. Mir stellt sich da wirklich die Frage, warum wirtschaftlicher Aufschwung und Fortschritt automatisch westliche Vereinheitlichung und das Ende der eigenen Kultur und Tradition bedeutet? Als ich in z. B. in Arequipa (die zweit größte Stadt Perus) angekommen bin, war ich total platt wie die Fußgängerzone dort aussah. So viel "westliche Modernität" an Geschäften und bei der Jugend hätte ich dort nicht erwartet. Für die ist es wahrscheinlich toll, weil es neu und anders ist. Aber für mich war es total schrecklich, weil ich hier nicht hergekommen bin um überteuerten Kaffee bei Starbucks zu trinken oder bei McDonalds Burger zu essen. Dabei hätten die Menschen hier so tolle eigene Sachen die im Zuge der Verwestlichung einfach so verloren gehen. Es ist so schade. Und in Bolivien wird es vermutlich bald auch so sein...
Zusammenfassung in Bildern...
| Was in Bolivien total toll ist, sind die viiielen frischen Früchte in Form von Saft, Shake oder Salat für nur ein paar Cent. |
| Man konnte sich nie sicher sein, was oder wer in dem Tragetuch steckt. Ein Baby oder doch Transportgut? |
| Endlich mal ein Lama, das nicht die Ohrenzurücklegt und sich zum Spucken bereit macht! |
| Wie immer bleibt die Frage: Koch- oder Eßbanane? |
| Ins "Valle de la luna" haben wir einen Sonntagsausflug gemacht. War schön dort, weiter unten im Park war es noch schöner... |
| La Paz hat mich immer wieder an Stuttgart erinnert. Bei Tag und bei Nacht. |
| Einen Tag haben wir die "Death road" mit dem Mountenbike befahren. Ich dachte ja erst, daß die da total übertreiben. Helm, Knie- und Armschützer brauch ich nicht. Alles nur große Show. Aber alle 2 bis 3 Monate verunglückt auf dieser Straße ein Biker tödlich in den Abgrund. Und im Nachhinein kann ich das leider auch glauben... |
| Und so sieht eine Graslandebahn im Amazonas aus. Bin mit der TAM (Militärairline) geflogen. War ein kurzer, aber turbulenter Flug mit harter Landung. |
| Und so siehts aus, wenn man dann in die Tiefen des Amazonas vordringt. |
| Sonnenuntergang mit großem Zirpkonzert. Nachts gab`s dann noch eine Alligatorenrundfahrt... |
| Lieblingsbeschäftigung |
| Das war für 2 Nächte unser Zuhause auf Stelzen. Mit 3 Hausalligatoren unten und diebischen Äffchen oben. |
| Auf der Suche nach einer Anaconda. Unser Guide hat mit der Machete den Weg frei geschlagen. Die dicke Backe hat er übrigens nicht wegen Zahnweh sondern weil er grad Kokablätter "lutscht"... |
| Mal wieder über den Fluß cruisen und nach Äffchen suchen... |
| Im gebuchten Unterhaltungsprogramm enthalten: Sonnenaufgang in der Pampa
Nicht gebucht, trotzdem enthalten: Millionen von Mücken.
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| Und so sieht`s da, wo ich war, von oben aus. Der Flug hat sich schon allein wegen der unglaublich schönen Aussicht auf den Urwald gelohnt! |
| Hierbei handelt es sich um kein Wartehäuschen sondern einem öffentlichen Dorffernseher. |
| In Peru ging es noch mal auf den Titikakasee. Dort leben die Urus auf selbst- gebastelten schwimmenden Schilfinseln. Auf dem Foto seht ihr, wie frisches Totora-Schilf angekarrt wird, um entweder wieder eine Insel zu sanieren oder ähnlich kreatives draus zu basteln (ein Schiff, ein Haus oder oder oder). |
| Die Schweinchen werden auf einer aufgeschütteten Weide gehalten. Man kann sich gar nicht vorstellen das drum herum tiefer See ist, hm? |
| Und so sahen die traditionellen "Autos" der Urus aus. |
Hoffe ihr hattet einen schönen ersten Mai. Hier haben die Leute den Tag auch gut gechillt hinter sich gebracht.
Sun is shining, weather is sweet :)
PS: Um die Bilder größer zu sehen, einfach drauf klicken und eine Galerie öffnet sich!
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