Sonntag, 20. Mai 2012

Endstadtion Ecuador!

Meine Lieben, jetzt wär ich wirklich in meiner letzten Stadtion Südamerikas angekommen, bevor es mit dem Flieger irgendwann mal nach Panama/Mittelamerika geht. Über die verbleibende Zahl der Tage möchte ich gar nicht schreiben, denn das fühlt sich ganz schön bedrückend an, als würde mir jemand die Luft rauben. Aber der Wahrheit muss man dann doch ins Auge sehen und so habe ich die letzten Tage mit meiner "Lieblingsbeschäftigung" verbracht: Dem Planen. Hachja, in den Tag leben geht jetzt nicht mehr so einfach, denn um noch alles zu machen, was ich vorhabe, erfordert dann doch einer sorgfältigen Organisation. 

Ich hab endlich schon mal ein Restaurant gefunden,
nur hatte ich grad keinen Hunger auf ein ganzes
(Meer)schweinchen... der Betreiber hat mich aber darauf
verwiesen, ich müsse mit einer Grillzeit von 30 Minuten
rechnen. Das Tierchen ist dann bestimmt frisch, hm?!
 Naja, jetzt hab ich für Dienstag einen Flug auf die Galapagos gebucht. Oneway. Sollte ich keinen Rückflug bekommen, schlage ich vor, ihr kommt mich dort zukünftig öfter mal besuchen. Klingt doch gut, oder? Das ging jetzt alles etwas fix, denn als ich in Cuenca/Ecuador alles mal grob überschlagen habe, kam heraus, dass es das beste wäre, jetzt zu fliegen. Ihr wisst schon, wegen planen und so. Dann war ich kurz im GPS (= 1. offizielles Flughafenkürzel, 2. inoffizielle Abkürzung für Galapagos-Streß-Syndrom). Aber hey ich werd da jetzt einfach mal hinfliegen und der Rest wird sich wie immer ergeben. Das hat bis jetzt noch immer funktioniert. Dazu kann ich euch mal wieder eine nette Geschichte erzählen. Denn als ich vor einigen Tagen in Guayaquill (Ecuador) abends angekommen bin und im Nieselregen im Norden der Stadt hilflos umhergeirrt bin habe ich mal wieder einen Reiseengel getroffen. Als ich nämlich total verzweifelt eine alte Kioskomi nach dem Weg gefragt habe, hat sich ein patenter Mann angeboten, mich zu fahren. Schwupsdiwups saß ich in seinem Auto und erst da kam mir der Gedanke "Uhi, war das eine gute Idee sich zu nem Wildfremden in die Karre zu schwingen?". Zu spät und mein Glück. Der hat mich dann nämlich ins entfernte Zentrum gekarrt und mir geholfen, eine Herberge zu finden. Ganz ohne Gegenleistung! Das nenne ich mal Gastfreundschaft. Gut eine Stunde sind wir durch die Gegend gefahren, er hat mir die Sehenswürdigkeiten nebenbei erklärt und zwischendurch ist er ausgestiegen und hat bei diversen Hotels gefragt, ob sie noch ein Kämmerchen haben und für wie viel. Und mir war immer alles zu teuer, haha. Zum Schluß hab ich (natürlich) noch seine Nummer bekommen mit der Bitte um einen Anruf für eine Verabredung. Ochja...

Guayaquill von oben, im Treppensteigen bin ich hier zur Meisterin geworden!

Ansonsten kann ich euch von Ecuador wirklich NUR Gutes berichten. Das Land und Leute wirken auf den ersten Eindruck total sympathisch. Kaum in Ecuador angekommen haben sich die kilometerlangen Bananenplantagen aneinander gereiht. Und die Vegetation ist eine wirkliche Pracht fürs Auge. Saftiges Grün überall. Gut, ich war jetzt mal wieder oben auf m Berg, in Cuenca (ca. 2.500 m). Da war es nachts dann auch mal wieder frisch, brrr. Aber eins weiß ich jetzt mit sicherer Gewissheit: Man will immer das, was man nicht haben kann, haha. In Peru am Strand dachte ich, ich will wieder auf den Altiplano. Kaum dort angekommen, wollte ich wieder an den warmen Strand. Drei mal dürft ihr raten, was ich jetzt schon wieder vermisse? Aber das ist das coole in Ecuador. Es ist im vergleich zum Rest des Kontinents ein kleines Land (etwas so groß wie Großbritannien) und ich kann in 6stündigen Busfahrten alles haben. Strand, Altiplano und Dschungel. Keine stundenlangen Busfahrten mehr. Die bin ich sowas von satt und genau das hat mich zur Entscheidung bewegt, doch nicht über Kolumbien nach Panama zu reisen. Damit bin ich vorerst einfach durch, ganz ehrlich. Das ist eine der wenigen Dinge die ich hier wirklich nicht vermissen werde. 

Okay Leute, ich geh jetzt mal an den Strand. Denn der ist hier eine Wonne und laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung "einer der letzten Strandparadiese der Welt" (?!). Außerdem hat es dort ganz viele Surferboys und mein Auge ist ja auch Gourmet :) PS: Bei mir im Hostel hat es leider nur blauäuigige und blonde Oben-Ohne-Boys... aber am Strand tümmeln sich zum Glück ein paar schmucke Kolumbianer :)

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